Risiko über Sicherheit

Risiko über Sicherheit

Dagmar Woyde-Koehler beschreibt, basierend auf ihren Erfahrungen, die Unterschiede zwischen "Führung" in einem großen und in einem kleinen Unternehmen.
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Dagmar Woyde-Koehler hat über 10 Jahre die EnBW Akademie geleitet. Sie hat Aus-, Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen für den eigenen Konzern (EnBW AG) angeboten, war aber auch mit ihrem Angebot auf dem freien Markt tätig. In ihrer Rolle als Geschäftsführerin war sie in weiten Bereichen recht selbständig, nichtsdestotrotz spürte sie aber auch die Zwänge der Konzernstruktur. Seit nunmehr einem Jahr hat sie sich mit neun ehemaligen Mitarbeitern selbständig gemacht. Ihre neue Agentur heißt new & able.

In diesem Interview beschreibt sie, basierend auf ihren eigenen Erfahrungen, die Unterschiede zwischen "Führung" in einem großen und in einem kleinen Unternehmen. Ganz besonders stellt sie heraus, warum der Weg hin zur Selbstorganisation in einem großen Unternehmen schwieriger ist als in einem kleinen. Aber es sei nicht unmöglich, sagt Woyde-Koehler. Die Beteiligung der Mitarbeiter an Entscheidungen und die "Abgabe" von Verantwortung sei in der kleinen Agentur einfacher und viel direkter "spürbar" als im Großkonzern – ein weiteres wichtiges Unterscheidungskriterium für sie. Eine ganz besondere Qualität hat für Woyde-Koehler die Bereitschaft ihrer alten Mitarbeiter, das hohe Risiko der Selbständigkeit in Kauf zu nehmen und die sichere Festanstellung hinter sich zu lassen. Das, sagt sie, hänge aber ganz sicher mit dem Entstehungsprozess ihrer neuen Agentur zusammen.