Kultur gekillt, Kultur gelebt!

Kultur gekillt, Kultur gelebt!

Mit einem einzigen Satz kann der positive Outcome eines Mitarbeiter-Workshops zunichte gemacht werden. Eine Misserfolgsgeschichte.
Redaktion FGF
im Gespräch mit
Herrmann Demmel
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Herrmann Demmel leitet bei SportScheck, München, die Personalentwicklung. In diesem Video erzählt er zwei Geschichten, in denen klar wird, was erfolgreiche Unternehmenskultur ausmacht und wie man sie mit einem Satz im Keim ersticken kann. 

Wenn die innere Haltung einer Führungskraft nicht dem "gesprochenen" Wort folgt – walk your talk –, dann kann ein zunächst erfolgreich erscheinender Workshop ganz schnell zum Desaster werden. Zwei spannende und inspirierende Workshoptage mit einem 30 Personen starken Team wurden am Ende von der Führungskraft mit einer Bemerkung zunichte gemacht: "Und jetzt gehen wir wieder arbeiten!" (und hören auf mit diesem zeitraubenden Kuschelkurs während des Workshops und holen das Versäumte auf – unausgesprochene zweite Satzhälfte). Die mangelnde Wertschätzung, die in diesem Satz dem Team entgegengebracht wurde, war bezeichnend dafür, warum diese Führungskraft scheiterte. 

Ganz anders dagegen das zweite Beispiel von Herrmann Demmel. In diesem geht es um klassische Projektarbeit. Eine neue Aufgabe stand an – zusätzlich zur täglichen Arbeit – und das dafür "abgestellte" Team vollzog seine Aufgabe geradezu vorbildlich, nicht zuletzt deshalb, weil es die Führungsprinzipien und Leitplanken der SportScheck Unternehmenskultur mustergültig umsetzte. Dazu zählte in diesem Fall insbesondere der reibungslose Wechsel zwischen daily business und neuer Projektarbeit mit klar zugewiesenen Zeitbudgets und Verantwortungsbereichen.